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Abnehmen mit Formula-Diäten – ein Drink = eine Mahlzeit


Das erste Mal, dass ich von von diesen Drinks hörte, war vor ca. 10 Jahren. Die Marke warb damit, dass sie eine ganze Mahlzeit ersetzen könne. Mich erinnerte das spontan an Astronautennahrung! Zudem sollen diese Drinks beim Abnehmen helfen.

Heute gibt es Dutzende Anbieter solcher Abnehm-Pulver auf dem Markt. Man bekommt unterschiedliche Geschmacksrichtungen von Vanille über Erdbeer, Schoko oder Kaffee.

Es klingt so einfach:

Pulver mit Wasser oder Milch anrühren, eventuell etwas Öl zugeben, schon ist eine Mahlzeit fertig. Für Menschen mit wenig Zeit ein echter Vorteil.

Die Formula-Diät-Drinks unterliegen der Verordnung für diätetische Lebensmittel. Die Zusammensetzung von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten sowie ergänzenden Vitalstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente…) ist von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) geregelt. Ebenso die Energielieferung anhand von Kalorien (Kilojoule).

Diese Regelung bewirkt, dass kein Nährstoffmangel entsteht durch die Diät.

Funktioniert das Abnehmen?

Es gibt viele Erfahrungsberichte, bei denen durch das Ersetzen von 1 bis 3 Mahlzeiten mit einem Diätdrink zu schnellem Gewichtsverlust geführt hat.

Das liegt zum einen daran, dass die Drinks nur die Hälfte der Kalorien liefern, die sonst verzehrt werden. Am Tag liefern Formula-Diäten mindestens 800 bis maximal 1200 Kcal.

Zudem funktioniert das LowCarb HighProtein Prinzip. Proteinreiche Kost bei möglichst wenig Kohlenhydraten unterstützt das Abnehmen.

Was dabei nicht mit aufgeführt wird, ob die Testpersonen gleichzeitig ihre Lebensweise verändert haben. Oft wird parallel begonnen, Sport zu betreiben, allgemein weniger zu essen, viel zu trinken und spät abends nichts mehr zu knabbern. All das unterstützt den Gewichtsverlust.

Jojo-Effekt

Nehmen Sie alleine mit den Drinks für eine gewisse Zeit ab und kehren anschliessend zur gewohnten Ernährung zurück, ist der Jo-Jo-Effekt garantiert. Meist wird anschliessend zügig wieder zugenommen und meist pendelt sich das Gewicht sogar höher ein, als vor der Diät.

Wichtig:
Stellen Sie parallel zur Formular-Diät Ihre Ernährung um. Vitalstoffreiche Kost aus viel Gemüse, fettarmen Fleisch, hin und wieder Fisch und ausreichend Ballaststoffen, gesunden Fetten und möglichst wenig Kohlenhydraten aus Kuchen, Fast Food, Weißmehlprodukten, Süßigkeiten etc.!

Dann kann Ihnen der Einstieg mithilfe solcher Diätdrinks leichter gemacht werden und eine ausgewogene Ernährung und Lebensweise anschliessend zu Ihrem Wohlfühlgewicht auf Dauer führen. Oder Sie beginnen direkt mit einer gesunden Ernährung.

Was steckt wirklich drin in den Pulvern? 

  • Milch oder Milchprodukte wie Molke, Joghurt
  • Soja
  • Honig oder Süßstoffe, Maisdextrin oder Maltodextrin
  • zugesetzte Vitamine und Vitalstoffe
  • Ballaststoffe (z.B. Haferfaser)
  • künstliche Aromen
  • Verdickungsmittel (Carrageen, Xanten, Algenpulver, Johannisbrotkernmehl etc.)

Schon beim Lesen fällt auf, dass diese Drinks nichts Ungewöhnliches beinhalten.

Milch und Joghurt
sind meist Bestandteil der gewohnten Ernährung. Sie liefern neben Proteinen auch Calcium.

Allerdings sind Milchprodukte für viele Menschen schlecht verdaulich. Veganer profitieren keineswegs von solchen Drinks. Und die Zahl der Intoleranten auf Milchzucker und Milchprotein nimmt immer mehr zu. Neuere Anbieter geben dem Pulver nun Laktase hinzu. Laktase ist das Enzym, was die Laktose (den Milchzucker) spaltet. Auf der Packung steht dann „laktosefreie“ Milch.

Es gibt auch Anbieter, die auf Kokosnuss, Reis und Erbsenpulver zurückgreifen statt Milchprodukten und Soja.

  • Alternative: Kefir oder pflanzliche Milch

Soja
dient hier als Proteinlieferant. Die Bohne enthält alle wichtigen Aminosäuren, die für den Muskelerhalt und Muskel-Aufbau wichtig sind.

Soja kann hin und wieder den Speiseplan bereichern, sollte dann jedoch auch gutem biologischem Anbau wie zum Beispiel vom Bodensee kommen. Und nicht genmanipuliert sein. Zu häufiger Genuss von Sojaprodukten kann zu einem Ungleichgewicht der Hormone führen. Das liegt daran, dass in der Sojabohne große Mengen von Phytohormonen enthalten sind. Soja wird ohnehin als Allergen deklariert und ist nicht für jeden geeignet.

  • Alternative: Proteinpulver aus Reis und Erbsen oder Hanfproteinpulver (siehe auch : Hanfproteinpulver), oder Whey-Protein (https://www.essenalablog.de/rezepte/erdbeer-buttermilch-smoothie-mit-whey-protein/)

Honig und Süßstoffe
sollen den Zucker ersetzen. Honig selbst besteht aus Fruktose und Glukose, also Zucker. Und ob der pulverisierte Honig im Drink hochwertig ist, wird nicht aufgeführt. (siehe auch https://www.essenalablog.de/honig/)

Süßstoffe sind dann sinnvoll, wenn sie wie Stevia noch natürlich sind. Aspartam und Co. wiederum enthalten zwar keine Kalorien, dafür sind sie nachgewiesen gesundheitsschädlich (krebserregend).

Maisdextrin und Maltodextrin sind nichts anderes als Kohlenhydrate in Form von Stärke. Sie liefern Kalorien ähnlich wie Zucker.

Vitamine, Mineralien und ergänzende Vitalstoffe:

es ist nicht ersichtlich, woraus diese Vitalstoffe sind, ob natürlich oder synthetisch. Bei einer ausgewogenen Ernährungsweise liefern die Mahlzeiten ausreichend Vitamine und Mineralstoffe, so dass der Drink hier keine Ergänzung sein müsste. Nehmen wir künstlich hergestellte Vitalstoffe auf, wird ein Großteil davon einfach wieder ausgeschieden. Ein teurer Urin.

Alternative: Beeren und Früchte zum Frühstück, Gemüse und Salate zu den Hauptmahlzeiten

Ballaststoffe
sind wichtig für eine gesunde Verdauung und sie machen länger satt.

Alternativ: Haferflocken, Leinsamen, Chiasamen 

Künstliche Aromen
braucht es eigentlich gar nicht. Es gibt Möglichkeiten wie natürliche Aromen oder Pulver aus getrockneten Früchten (Beeren haben zum Beispiel nur wenige Kohlenhydrate).

Verdickungsmittel
dienen dem Zweck, den Drink sämig und dickflüssig werden zu lassen. Ausserdem verhindern sie durch ihre Bindungsfähigkeit, dass sich die Bestandteile unten absetzen und der Drink unappetitlich wird. Für die Hersteller hat es einen weiteren Vorteil: sie füllen die Packung auf und können durch die günstigen Kosten den Preis des Diätpulvers senken.

Proteinshake selber machen

Mixen Sie sich Ihren eigenen Formula-Drink!

Wie Sie auf die richtige Kalorienmenge und alle wichtigen Vitalstoffe, Proteine und Omega-Fettsäuren kommen, sowie Ballaststoffe und Probiotika erfahren Sie in diesem Rezept! https://www.essenalablog.de/rezepte/kefir-heidelbeer-shake/