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Anti-Aging und Zellerneuerung mit Spermidin – hilft auch gegen den Corona-Virus


Anti-Aging ist immer wieder ein wichtiges Thema, wir Menschen möchten einfach jung und attraktiv sowie gesund sein und bleiben. Ob es dabei um Falten geht oder nachlassende Fitness. Selbst typische altersbedingte Krankheiten wie Demenz, Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes fallen mit in die Kategorie Alterserscheinungen.

Eine achtsame Lebensweise mit gesunder Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf und Erholung tragen einen guten Teil zum Jungbleiben bei.

Zudem gibt es viele natürliche Empfehlungen von Vitamin C über Antioxidantien und Hormontherapie.

Spermidin

Spermidin ist ein schon lange bekannter natürlicher Wirkstoff und gehört zu den Polyaminen. Er kommt natürlicherweise in vielen Körperzellen vor und wird von Bakterien des Darmmikrobioms gebildet oder mit der Nahrung aufgenommen.  Man weiß, dass die Spermidinkonzentration im Alter abnimmt und vermutet, dass das mit nachlassenden Zellfunktionen zusammenhängt.

Spermidin kann mit seinem umfassenden Einfluss auf die Zellgesundheit allgemeine Alterungserscheinungen verzögern und eine spezifische Wirkung auf bestimmte Organsysteme ausüben. Dazu gehört auch die Immunüberwachung gegen Krebs.

Beim Herz hilft Spermidin den Blutdruck zu senken und die Elastizität der Herzmuskelzellen zu fördern.

Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz oder der Parkinson-Krankheit weisen besonders viele Ablagerungen im Gehirn auf. Eine Aktivierung der Autophagie (siehe unten) durch Spermidin könnte zu einer Reduktion der schädlichen Ablagerungen und zu einem positiven Effekt auf die Gesundheit der Nervenzellen führen und so möglicherweise einer Demenz vorbeugen.

So kann die Neuerkrankungsrate der typischen mit einem hohen Alter verbundenen Krankheiten reduziert werden.

Zellreinigung durch Autophagie

Eine Aufgabe im Körper von Spermidin ist die Autophagozytose. Übersetzt bedeutet das auto = selbst und phagein = (fr)essen. Der Körper ißt sich also selbst auf bzw. reinigt und befreit sich von Stoffwechsel-Abfallprodukten. Durch das Ent“schlacken“ funktionieren alle Prozesse im Körper besser, die Zellen nehmen leichter Vitalstoffe und Glucose auf und können so mehr Energie produzieren. Das Gehirn wird leistungsfähiger und vor Demenz und Alzheimer geschützt. Die Blutgefässe sind freier und besser durchblutet und dadurch weniger anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Haut wird reiner und bildet weniger Akne sowie Falten.

Außerdem werden Fremdstoffe entgiftet, dazu gehören auch Bakterien und Viren.

Covid 19, der momentan grassierende Corona-Virus, hat die Eigenschaft, die Spermidin-Zahl zu erniedrigen, wodurch die Zellen weniger stark im Kampf gegen den Virus sind.  Zusätzliche Spermidingaben könnten den Prozess der Ausbreitung des Virus bremsen.

Es empfiehlt sich also, Spermidin mit der Nahrung erhöht zuzuführen, und die Autophagie zusätzlich durch Sport und Intervallfasten zu steigern.

Eine ausführliche Übersicht zur Immunstärkung findest du hier.

In welchen Lebensmitteln steckt viel Spermidin?

Die höchste Konzentration finden wir in Weizenkeimen! 

  • Weizenkeime: 24 mg
  • Cheddar, 1 Jahr gereift: 19,9 mg
  • Pilze (Shiitake): 8,9 mg
  • Grüne Erbsen: 6,5 mg
  • Blumenkohl roh: 3 mg
  • Blumenkohl gekocht: 2,6 mg
  • Brokkoli roh: 3,7 mg
  • Brokkoli gekocht: 2,7 mg

Weitere Lebensmittel mit geringerem Spermidin-Gehalt: Sojabohnen, Dill, Vollkorn, Kartoffeln, Nüsse, Reis…

Rezepttip:

Cremige Cheddar-Brokkoli-Suppe

Weizenkeime

liefern nicht nur die höchste Konzentration an Spermidin in Nahrungsmitteln, sie haben noch viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Weizenkeime sind der wohl wertvollste Teil des Weizenkorns. Bei der Mehlproduktion werden sie jedoch abgetrennt, weil sie viel Öl enthalten. Dadurch würde das Mehl schnell ranzig werden. Diese abgetrennten Weizenkeime kann man in Biomärkten oder gut sortierten Supermärkten kaufen. Weizenkeime enthalten  wichtige B-Vitamine, Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium und Phosphor, das Antioxidans Vitamin E, zudem Zink und Eisen.

mehr Infos hier

Also noch ein Grund mehr, sie in die tägliche Ernährung mit aufzunehmen. Dazu sollten sie am besten roh und fermentiert sowie getrocknet verzehrt werden. In rohem Zustand ist der Lektin-Gehalt sehr hoch, der den Pflanzen als Fraßschutz dient, uns Menschen jedoch gesundheitlich belasten kann. Gekocht und gebraten wird das Lektin abgebaut, doch auch wichtige Vitalstoffe werden dabei zerstört. In diesem Rezept findest du als Produktbild eine empfohlene Marke, die die Weizenkeime schonend verarbeitet:

Grüner Smoothie mit Weizenkeimen.

Hinweis:

Weizenkeime sind nicht mehr glutenhaltig, das Weizeneiweiß wird beim Keimvorgang abgebaut.

Aber: die Keime enthalten Histamin und können bei Histaminintoleranz oder Allergien Probleme bereiten.

 

Ihr könnt Weizenkeime selbst ziehen:

Dazu benötigst du ein Keimglas und keimfähige Weizenkörner:

  • Zuerst spülst du die Weizenkörner mit kaltem Wasser durch und weichst sie anschließend für acht bis zwölf Stunden im Keimglas ein. Drei oder vier Esslöffel reichen aus, da sich die Körner vergrößern und bei zu großen dicht gedrängten Mengen im Glas schimmeln können.
  • Nach dem Einweichen wäscht du die Körner noch einmal unter fließendem Wasser ab. Dann gibst du sie wieder ins Keimglas, schließt den Deckel, drehst das Glas um und stellst es im 45-Grad Winkel auf einen kleinen Teller, auf den das überschüssige Wasser abfließen kann.
  • Die Körner bzw. Keime müssen ab diesem Zeitpunkt zwei bis drei Mal am Tag gewässert werden: Durch den Deckel Wasser ins Keimglas laufen lassen, kurz durchspülen, Wasser wieder abgießen, Glas im 45-Grad-Winkel auf den Teller stellen.
  • Nach rund drei oder vier Tagen sind die Körner gekeimt und können geerntet werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks sind sie – wenn du sie täglich durchspülst – meist mehrere Tage haltbar.

Ein bisschen Spaß muss sein:

Die höchste Spermidin-Konzentration gibt es in der Samenflüssigkeit, woher es auch seinen Namen bekommen hat. Möchten wir uns im Kampf gegen das Altern und auch gegen Viren wie Covid-19 stark machen, empfiehlt es sich das Immunsystem zu unterstützen und statt der kommenden Impfung eine regelmässige Spermidin-„Schluck-Impfung“ durchzuführen.

 

Nachweis: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.04.15.997254v1.full