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Corona die Zweite – stärke dein Immunsystem


Ob es um Covid-19, die alljährliche Grippe oder typische Erkältungsinfekte in der kalten Jahreszeit geht, wir können etwas für unsere Gesundheit tun.

Zunächst sollte uns bewusst sein, dass die Angst vor einer Erkrankung kontraproduktiv ist. Angst führt zu Stress in unserem Körper und schwächt unser Immunsystem, wir werden also anfälliger für Infekte.

Unterstütze deinen Körper mit regelmässigen Atemübungen, Spaziergängen an der frischen Luft, Sport und Stressabbau jeglicher Art wie Mediation, Yoga, Musik, Saunagänge und allem, was dich gut entspannt.

Schlafe ausreichend (als Erwachsener 7 bis 9 Stunden) und beschäftige dich mit schönen Themen statt den ganzen Tag die steigenden Corona-Fallzahlen zu verfolgen.

Achte bei der Ernährung auf eine ausgewogene Kost mit viel frischem buntem Gemüse, Blattgrün und Obst, Proteinen aus Hülsenfrüchten und Nüssen. Wildkräuter, grüne Smoothies und Sprossen stellen eine wertvolle Quelle sehr vieler Vitalstoffe dar. Empfohlen ist eine basenreiche Ernährung. Gestalte deinen Tag gerne wie in diesem Beispiel: „ein basischer Tag“

Und meide vor allem sogenannte No-Foods. Alles, was verarbeitet, unnatürlich und ohne wertvolle Inhaltsstoffe ist, schadet deinem Körper. Ebenso belastet uns zu viel Essen, Alkohol, Nikotin, Medikamente und sonstige Gifte.

Immunsystem im Darm

Damit die wichtigen Nährstoffe auch aufgenommen werden können, sollte dein Darm gesund sein und unterstützt werden. Probiotische Lebensmittel, Fermentiertes oder Probiotika unterstützen dein Darmmilieu.

Zudem sitzen 70 bis 80 % unserer Abwehrzellen in der Darmwand. Ballaststoffreiche Kost und ausreichend Wasser trinken halten den Darm und die Verdauung in Schwung.

Mehr dazu hier:

Gesunder Darm mit Probiotika und Präbiotika

Fermentieren

Trinken

ist sehr wichtig, um alle Körper-Funktionen in Schwung zu halten und die Schleimhäute gut zu versorgen in der Abwehr gegen Viren. Stilles Wasser ist dazu am besten geeignet, ebenso wie

Warme Getränke

Es eignen sich vor allem Kräutertees:

Thymiantee gilt als antiseptisch, beruhigend bei Hustenanfällen, ist gut zur Behandlung von Halsschmerzen und fördert den Auswurf ebenso wie die Entgiftung der Lungen und die Förderung der Atmung bei Asthmatikern und Allergikern. Es kann als Infusion/ Tee eingenommen werden.

Salbeitee: Die Inhaltsstoffe killen Bakterien, lindern Husten und beruhigen die gereizten Schleimhäute. Salbeitee kann auch kalt zum Gurgeln bei Halsschmerzen oder Mandelentzündungen verwendet werden.

Spitzwegerich-Tee: hilft vor allem bei Bronchialverschleimung, insbesondere Husten bei Kindern und zur Stärkung des Lungengewebes.

und

Ingwerwasser, gekocht mit frisch gepresster Zitrone und etwas Honig. Ingwer wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Zitrone liefert Vitamin C, bitte den Zitronensaft erst in das abgekühlte Ingwerwasser geben, da Vitamin C hitzeempfindlich ist.

Empfehlungen/ Rezepte:

Heilbrühe nach Anthony Williams

Goldene Milch 

Anti-Erkältungs-Smoothie

Gemüsesuppen aller Art und die altbewährte Hühnerbrühe sind ebenso empfehlenswert.

Karotten-Ingwer-Suppe

Vitamine und Mineralien:

Als essentielle Mikronährstoffe gehören Vitamine und Mineralien zur Stärkung des Immunsystems. Diese kannst du als Ergänzungsmittel supplementieren oder dir ausreichend der Nahrungsmittel zuführen, die die jeweiligen Vitalstoffe enthalten. Einige Vitalstoffe sind besonders wichtig für ein funktionierendes Immunsystem. Doch da Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und Proteine usw. immer gemeinsam wirken, eigentlich sich auch ein ganzheitliches Multi-Vitalstoffpräparat. Ich empfehle gerne Lavita  aufgrund vieler positiver Erfahrungen von Kunden und mir selbst. Dies stellt jedoch keine Werbung dar, es gibt auf dem Markt enorm viele geeignete Produkte.

grundlegende Vitalstoffe für ein gutes Immunsystem:

Vitamin C: Dieses Vitamin stimuliert das Immunsystem und hat antivirale und antibakterielle Eigenschaften.

  • enthalten in: Acerolakirsche, Camu-Camu Früchte, Zitrusfrüchte, schwarze Johannisbeeren, Hagebutten, Sanddornbeeren, Wildgemüse (Bärlauch, Sauerampfer, Brennnessel), Gemüse (rote Paprika)

Vitamin D:  Menschen mit einem Mangel an Vitamin D im Blut werden häufiger krank. Diese Personen dürften von Vitamin-D-Präparaten profitieren, um eine verbesserte Immunabwehr zu erlangen.

Zink: Zink ist ein essentieller Nährstoff, der an vielen Körperfunktionen beteiligt ist. Unter anderem spielt Zink eine Rolle bei der Immunantwort und den Heilungsprozessen. Leichte Mängel sind jedoch weit verbreitet und beeinträchtigen ernsthaft die Immunfunktionen.

  • Lebensmittel, die reich an Zink sind: Hülsenfrüchte, Nüsse v.a. Paranüsse, Cashewkerne, Kürbiskerne, Avocado, Trockenfrüchte, Pilze (v.a. Steinpilze), hochwertige tierische Lebensmittel (v.a. Innereien und Meeresfrüchte), Eier, Haferflocken, Vollkorn

Selen: Selen entlastet das Immunsystem über seine antioxidative Wirkung. Es stimuliert zudem die Produktion von Antikörpern, so dass im Falle einer Infektion diese leichter überwunden werden kann. Vorsicht: nicht überdosieren, dann hat es die gegenteilige Wirkung.

  • Lebensmittel mit Selen: Paranüsse, Kokosnüsse und Kokosflocken sowie Sesam. Aber auch Hülsenfrüchte, Knoblauch, Steinpilze, Sonnenblumenkerne, Hirse und Vollkorngetreide. Hering, Thunfisch, Sardine, Sojabohnen, Rindfleisch

weitere wichtige Vitalstoffe:

Calcium und Magnesium: eigentlich benötigen wir alle Mineralien und Spurenelemente, da sie sich und die anderen Vitalstoffe gegenseitig unterstützen. Magnesium wirkt jedoch entzündungshemmend und fördert die Aufnahme von Vitamin D ebenso wie es Vitamin C und Enzyme aktiviert. Calcium ist der Gegenspieler des Magnesiums und an enorm vielen körperliche Funktionen beteiligt, sollte also ebenfalls ausreichend vorhanden sein. Ich empfehle immer gerne Mandeln, da sie Calcium und Magnesium im ausgewogenen Verhältnis zueinander enthalten. Zudem stecken wertvolle Proteine und Fettsäuren in den Mandeln. Kombiniert mit Haferflocken erhältst du dann noch Betaglukan, B-Vitamine, Eisen, Zink und Biotin.

Zum Frühstück ein Haferflockenmüsli mit Mandeln/ Mandelmilch und frischen Beeren wäre ein optimaler Start in den Tag.

B-Vitamine: eine gute Möglichkeit ausreichend B-Vitamine zu sich zu nehmen ist der tägliche Verzehr von Weizenkeimen. Einfach morgens mit ins Müsli rühren. Mehr dazu hier:  Spermidin in Weizenkeimen.

Vitamin B12 ist jedoch nur in tierischen Lebensmitteln enthalten und wird nur von einem gesunden Magen aufgenommen. Daher sollte individuell geschaut werden, ob du dieses für eine gewisse Zeit in Form eines Ergänzungsmittels einnimmst.

Omega-3: Krillöl- oder Mikro-Algen-Kapseln. Deinen Bedarf kannst du über hochwertigen Seefisch decken, Nüsse und Leinöl stecken ebenfalls voll entzündungshemmender Omega-3-Fettsäuren, jedoch enthalten diese nur die Alpha-Linolensäure, nicht die notwendigen EPAund DHA Fettsäuren. (siehe Artikel)

Vitamin A und Biotin: tragen zur Erhaltung gesunder Schleimhäute bei, die für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind.

Süßkartoffeln enthalten beispielsweise große Mengen Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, ebenso viele Mineralstoffe, Kalium, Ballaststoffe, Vitamin E uvm. Probiere doch mal diese herbstliche Süßkartoffelsuppe.

Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe. Es ist in hohen Mengen enthalten in Rinderleber, Hefe, Eigelb, Erdnüsse und Haferflocken. Etwas weniger davon enthalten Getreide und Getreideprodukte, Milch und Milchprodukte, Tomaten, Möhren, Käse und Fleisch.

Antioxidantien wie OPC und Vitamin E, grüner Tee, Kurkuma (siehe Beitrag) unterstützen unsere Zellen in ihren Funktionen und machen diese stark in der Abwehr schädlicher Stoffe sowie vor Krankheitserregern. Sie sollten täglich auf den Tisch kommen.

Vorab Beratung:

Die Liste könnte ich noch lange fortführen, von Alpha-Liponsäure über Carnitin, Coenzym Q10, Glutathion und L-Lysin. Schliesslich benötigt jedes Vitamin und jedes Enzym immer Co-Nährstoffe, um optimal zu wirken. Zum Beispiel sollte man bei Vitamin D immer auf eine gute Vitamin K, Magnesium und Calcium Zufuhr achten.

Fängt Vitamin E beispielsweise ein Radikal ab, kann es durch Co-Enzym Q 10 regeneriert werden und erneut auf Radikalfang gehen. Das Coenzym Q10 wiederum wird vom Vitamin C, dieses von Selen-Enzymen usw. regeneriert.

Für genauere Informationen, was du wieviel zu dir nehmen kannst und solltest und bei welchen Nahrungsergänzungsmitteln du vorab einen Test bzw. Gesundheitscheck machen solltest, unterstütze ich dich gerne. Je nach deinem Gesundheitszustand empfehlen sich unterschiedliche Massnahmen. 

Unterstützende Heilmittel

Eukalyptus: die ätherischen Öle der Eukalyptusblätter regen die Flimmerhäarchen in den Bronchien an, Fremdstoffe abzutransportieren. Tee oder Tinktur wirken bei Husten, Bronchitis und Rachenentzündung desinfizierend und auswurffördernd. Das reine ätherische Eukalyptusöl desinfiziert und dient der Inhalation, Einreibungen oder als Vollbad-Zutat.

Heilpilze: Als Immunsystem stärkend gelten auch Vitalpilze wie Coriolis, Hericeum, Maitake, Reishi, Chana und Cordyceps. Allein ihr Reichtum an wertvollen Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen, essenziellen Aminosäuren, Enzymen und Ballaststoffen macht die Vitalpilze zur kraftvollen Unterstützung unseres Immunsystems. Darüber hinaus enthalten sie noch weitere spezifische Wirkstoffe, die eine besonders stabilisierende Wirkung auf unsere Abwehr ausüben.

roher Knoblauch: Der Knoblauch gilt als natürliches Mittel gegen Viren und Bakterien könnte auch gegen infektiöse Bronchitis-Viren wie das Coronavirus positive Effekte zeigen. Er ist für seine Immunsystem stärkende (immunmodulatorische) Wirkung bekannt.

Süßholzwurzel: Die Wurzeln von Süßholz wirken entzündungshemmend, verflüssigen den Schleim in den Atemwegen und fördern dessen Auswurf/Abhusten. Außerdem ist Süßholz gegen Viren und Geschwüre wirksam. Arzneilich verwendet werden die getrockneten, geschälten oder ungeschälten, geschnittenen Wurzeln von Süßholz mit ihren Ausläufern. Sie können sich daraus einen Tee zubereiten.

Echinacea:  Echinacea wird als traditionelles Arzneimittel bei Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten angewendet. Der Sonnenhut soll frühzeitig eingenommen eine Erkältung verkürzen oder ihr sogar vorbeugen können und immunstimulierend wirken. Im Zusammenhang mit Coronaviren, wie dem Sars-CoV-2-Virus – hier konnte eine Studie mit Echinacea die Wirksamkeit gegen das Virus nachweisen. Durchgeführt wurde diese vom Labor Spiez, das Teil des Schweizerischen Institutes für ABC-Schutz ist.

Sonstiges:

Wasche deine Hände : Dies dient zum Schutz vor allen Arten von Infektionskrankheiten. Eine Händedesinfektionsmittel unterstützt die Reduzierung der Ausbreitung von Viren um 85 – 94 %.

Oberflächen desinfizieren : Es ist wichtig, die Oberflächen sauber zu halten und ordnungsgemäß zu desinfizieren, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Coronaviren zu begrenzen. Vor allem Arbeitsflächen in Büros und Gesundheitseinrichtungen sollten mit alkoholbasierten Oberflächendesinfektionsmitteln besprüht werden.

Halte Abstand und vermeide den Kontakt mit infizierten Personen. Dies ist der beste Weg, um sich vor COVID-19 und anderen Viruserkrankungen zu schützen.

Hände aus dem Gesicht nehmen. Oft fassen wir uns unbewusst an Mund oder Nase und haben zuvor Türgriffe oder Einkaufswägen angefasst.

Regelmässig lüften: möglichst mehrmals täglich auch bei Kälte alle Fenster komplett lüften. Dadurch gelangt frische sauerstoffreiche Luft in die Innenräume und die verbrauchte eventuell mit Viren belastete Luft kann entweichen. Gekippte Fenster bewirken übrigens nicht so viel.

 

Lesenswert:

COVID-19: Was ist wirklich evidenzbasiert? Stellungnahme des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin e.V.