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Hautschutz im Winter von innen


Gerade im Winter wird unsere Haut stark beansprucht durch trockene Heizungsluft, eisigen Wind, viele Kleidungsschichten und fehlende Sonne.

Wer dem entgegenwirken möchte, erreicht von innen oft mehr als durch Cremes von außen.

Diese Lebensmittel unterstützen Ihre Haut in der kalten Jahreszeit:

Wasser: 

Das Allerwichtigste für eine gute Versorgung der Haut ist ausreichendes Trinken, und zwar mindestens 2 Liter am Tag. Am besten ist natürlich Wasser (wenn möglich still), Fruchtschorlen und Kräutertees eignen sich ebenfalls.

 

Ungesättigte Fettsäuren/ Omega-3-Fettsäuren: 

Gesunde Öle sind wichtig, um die Haut von innen zu versorgen und ihren natürlichen Fettgehalt zu bewahren sowie den Wasserhaushalt in der Haut zu regulieren. Dadurch wird die Haut geschmeidig und vor dem Austrocknen geschützt.

Gleichzeitig sollten Sie den Konsum von gesättigten Fetten reduzieren (Fast Food wie Pizza und Pommes mit Schnitzel, aber auch Käse, Butter, Schweinefleisch, Kuchen, Schokolade usw).

Darin sind gesunde Fettsäuren enthalten:

  • Fisch, z.B. Schellfisch, Lachs, Thunfisch
  • kalt gepresste Pflanzenöle wie Leinöl, Hanföl, Chia-Öl, Walnuß-Öl (und die Nüsse/ Samen)
  • Avocados

Rezepttipp: Lachs-Avocado-Gurken-Salat

 

Vitamin C und Vitamin A, sowie Antioxidantien

Vitamin C und A unterstützen die Neubildung von Kollagen und Elastin. Kollagenfasern machen die Haut stabil und festigen das Bindegewebe, Elastin macht sie elastisch. Je weniger Kollagen in der Haut bleibt, umso weniger Feuchtigkeit kann die Haut halten. Sie trocknet aus und es bilden sich schneller Falten.

Antioxidantien schützen die Haut vor schädlichen Einflüssen. Näheres dazu in diesem Artikel.

Vitamin-C-haltige Lebensmittel:

  • Hagebutten
  • Sanddornbeeren
  • Paprika
  • Kohl (z.B. Kohlrabi, Grünkohl, Rosenkohl)
  • Zitrusfrüchte
  • Beerenfrüchte v.a. schwarze Johannisbeeren
  • Spinat

Vitamin-A-haltige Lebensmittel bzw. Provitamin A:

  • Eigelb, Leber(tran), Fisch, Vollmilch
  • Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, Papaya, Mango, Aprikosen, Sanddorn uvm.
  • Grünkohl, Spinat, Brokkoli…

Rezepttipp:

    Smoothie mit Papaya, Orangen,  Sanddorn und Mango 

 

Co-Enzym Q 10, Vitamin B2 und Biotin

Q 10 wird vom Körper selbst hergestellt, die Produktion lässt jedoch mit dem Älterwerden nach. Dieses Enzym ist als Anti-Aging-Mittel weit bekannt und steht wird vielen Cremes gegen Hautalterung zugefügt.

Wichtig zu beachten: Coenzym ist Hitze- und Lichtempfindlich und wird beim Kochen zerstört.

  • Q 10 ist reichlich in öligem Fisch und Lebertran, sowie Pflanzenölen (v.a. Sesamöl) enthalten.
  • Nüsse z.B. Pistazien
  • Sesam
  • Sonnenblumenkerne
  • Gemüse: Kohl, Zwiebeln, Kartoffeln, Rosenkohl, Brokkoli, Spinat
  • Hülsenfrüchte (z.B. Linsen)

Rezept Linseneintopf mediterran

Vitamin B 2 (Riboflavin)

B2 wird auch als „Wachstumsvitamin“ bezeichnet und unterstützt eine gesunde Haut.

Es befindet sich vor allem in den Randschichten von Getreide also in Vollkornprodukten, sowie in Fleisch, Nüssen und Ölsaaten.

Biotin

Biotin – auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt – ist am Aufbau von Haut und Haaren beteiligt.

Es steckt vor allem in Vollkornprodukten, Haferflocken und Nüssen (Erdnüsse, Walnüsse). Größere Mengen finden sich ebenfalls in Trockenhefe, Rinderleber, Eigelb und Sojabohnen sowie ungeschältem Reis.

Es lohnt sich, Energiekugeln oder Cracker auf Vorrat herzustellen und öfter davon zu knabbern.

Hier finden Sie Rezepte dafür:

       Low-Carb-Cracker mit Sesam und Nüssen

                 Energiekugeln

 

Mineralien 

Im Körper spielen alle Mineralien, Vitamine, Enzyme usw. zusammen. Und haben nicht nur eine Funktion sondern ganz viele. Wir sollten also auf eine ausgewogene Ernährung achten und nicht nur spezielle Mineralien zu uns nehmen. Dennoch spielen Zink und Silizium eine besonders große Rolle in der Hautversorgung.

Zink:

ist eines der wichtigsten essenziellen Spurenelemente für den menschlichen Körper und muss täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Zink trägt zur Erhaltung von der Haut wie auch Haaren und Nägeln bei. Es wird für die Proteinsynthese, Kollagenbildung und Wundheilung benötigt und ist ein wichtiges Antioxidans. Zink sorgt vor allem auch dafür, dass der Körper das Vitamin A überhaupt erst nutzen kann und hilft beim Stoffwechsel von Omega-3-Fettsäuren.

Darin ist Zink enthalten:

  • Rindfleisch
  • Hülsenfrüchte, Kichererbsen
  • Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Kürbiskerne
  • Vollkornprodukte
  • Weizenkleie
  • Garnelen
  • Austern sind die Lebensmittel mit dem höchsten Zinkgehalt. Bereits 3-4 kleine Austern können IhrenTagesbedarf an Zink decken. Sollten jedoch nicht täglich auf dem Speiseplan stehen.

Silizium:

Silizium ist DAS Spurenelement für die Haut, wie auch für Haare, Nägel und Gelenke. Es sorgt für ausreichende Elastizität und Stabilität des Bindegewebes  und hilft Wasser zu speichern und so die Haut nicht austrocknen zu lassen.

Top-Lieferanten:

  • Hirse und Braunhirse !
  • Haferflocken
  • Kartoffeln und Vollkornprodukte

Hirse eignet sich als Beilage zu Gemüse:

     Rezept für Gemüse-Eintopf mit Hirse

Weitere Tipps:

  1. Verwenden Sie hochwertige Öle ohne Zusatzstoffe zum Eincremen trockener Hautpartien. Z.B. natives Kokosöl, Jojoba-Öl, Nachtkerzen-Öl, Argan-Öl oder Sheabutter.
  2. Spaziergänge an der frischen Luft, Bewegung und Sport verbessern die Durchblutung und damit die Nährstoffversorgung der Haut.
  3. Besuchen Sie öfter mal die Sauna. Die Haut wird gereinigt und entschlackt, die Durchblutung gesteigert, der Schutzmantel gestärkt und der Stoffwechsel der Haut arbeitet doppelt so schnell wie sonst.
  4. Achten Sie auf atmungsaktive Kleidung und möglichst Baumwolle statt Synthetikstoffe.
  5. Ausreichend Schlafen, damit sich die Haut und der Körper regenerieren können.
  6. Beheizte Räume regelmässig lüften, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.