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Herbstgemüse: Kürbis, Süßkartoffel, Möhren und Rote Bete


Grün, Gelb, Orange bis Rot sind nicht nur die Farben an den Blättern der Bäume im Herbst. Auch Gemüse im Herbst zeigt sich in diesen schönen Farben.

Warum Kürbis und Co. gesund sind, hängt tatsächlich auch mit den Farben zusammen.

 Karotten

Bei Karotten und Möhren ist allgemein bekannt, dass sie Beta-Carotin enthalten. Im Körper wird das Carotin zu  Vitamin A umgewandelt, welches uns zu gesunden Augen und jugendlicher Haut verhilft. Auch die Schleimhäute bleiben gesünder mit Vitamin A, was eine wichtige Rolle bei der Immun-Abwehr spielt. Gerade im Herbst benötigen wir gute Abwehrkräfte gegen Erkältungsviren und -bakterien.

Beim Kochen geht vom Beta-Carotin wenig verloren (10 -20 %) da es nicht besonders hitzeempfindlich ist. Doch Licht und Sauerstoff tun dem Pflanzenstoff nicht gut, deshalb immer dunkel lagern und sobald das Gemüse angeschnitten ist, gut verpacken, bzw. mit Zitronensaft im Salat vor Oxidation schützen.

Beta-Carotin färbt auch das Gemüse orange. Wer sehr viel Möhren isst, bekommt häufig eine gelbliche Gesichtsfarbe. Das fällt vor allem bei Kleinkindern auf, die am liebsten Möhrenbrei verzehren.

Beta-Carotin steckt auch noch in anderen Gemüsen, wie zum Beispiel Kürbis, Rote Bete und Süßkartoffeln. Es wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt.

 

 Rote Bete

Rote Bete ist aufgrund des hohen Nährstoffgehalts eines unserer einheimischen Superfoods. Sie enthält besonders viel Kalium, Eisen und Folsäure. Eisen und Folsäure sind wichtig für die Blutbildung.

Darüber hinaus liefert die Knolle sekundäre Pflanzenstoffe wie das farbgebende Betanin. Betanin wird als Zusatzstoff E162 zur natürlichen Färbung von Lebensmitteln wie Joghurt oder Speiseeis verwendet. Extrakte der Roten Bete haben sich hauptsächlich aufgrund dieses bioaktiven Inhaltsstoffes im Labor als antioxidativ, entzündungs- und krebshemmend erwiesen. Die Rote Bete zählt unter den Gemüsesorten sogar zu denen mit der höchsten antioxidativen Kapazität.

Rote Bete hat von September bis März Saison. Probieren Sie doch mal diesen leckeren Feldsalat mit roter Bete.

 Kürbis

Kürbisse gibt es zur Erntedank-Zeit im Oktober, Saison ist von September bis November. Früher galt das Fruchtgemüse als Arme-Leute-Essen oder gleich als Viehfutter. Man hat die schweren Riesenknollen sogar zum Kürbis-Weitwurf genutzt, ein Wettbewerb zur Unterhaltung der Bevölkerung.

Dabei schmeckt Kürbis-Fruchtfleisch sehr gut, teils leicht nussig bis süß, ist vielseitig verwendbar für Suppe, im Eintopf, als Ofengemüse, Chutney oder Kuchenzutat. Vor allem enthält Kürbis ebenfalls Beta-Carotin, sowie Kalium, Kalzium, Zink und Vitamine.

Einen reifen Kürbis erkennt man daran, dass er hohl klingt, wenn man darauf klopft. Hat er eine intakte Schale, kann man ihn im feuchten Keller wochen- oder sogar monatelang lagern. Angeschnittene Kürbisse halten sich im Kühlschrank ein paar Tage. Aus einem Kilo Kürbis erhält man bei der Zubereitung etwa 600 bis 700 Gramm Fruchtfleisch.

Es gibt sehr viele verschiedene Sorten, klein, groß und riesig, rund, oval, diverse Farben, mit Rillen, Pickeln oder glatt. Die gängigsten Sorten sind:

 Butternuss-Kürbis

Er wird auch Birnenkürbis genannt wegen seiner Form. Diese Sorte hat nur wenig Kerne und liefert daher sehr viel Fruchtfleisch. Der Kürbis hat ein feines Butteraroma, daher sein Name. Er schmeckt roh oder gegart.

 

 

 Hokkaido-Kürbis:

Er hat ein mildes nussiges Aroma. Die Schale kann einfach mit gegart und verzehrt werden. Das Fruchtfleisch vom Hokkaido bleibt fest und stabil, besitzt kaum Fasern, wodurch er sehr angenehm zu essen ist.

Muskatkürbis:

Er schmeckt sehr saftig und aromatisch. Das Fruchtfleisch kann auch roh gegessen werden, gegart verwendet man den Muskatkürbis als Gemüse oder für Füllungen.

 Spaghetti-Kürbis:

Er ist eine Kuriosität. Sein Fruchtfleisch zerfällt in spaghettiähnliche Fäden, wenn man ihn kocht oder backt.

 

 Süßkartoffel

Süßkartoffeln oder Batate wurden zum gesündesten Gemüse des Jahres 2016 gewählt! Aus gutem Grund:

  • Ihr hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wie Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, wirkt zellschützend und stärkt unsere Abwehrkräfte.
  • 100 g Batate decken ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin E. Es schützt die Zellen und verhindert, dass Fettsäuren und andere fettlösliche Vitamine in unserem Körper zu schnell altern.
  • Sie sind Quelle für Mineralstoffe und Vitamine
  • Sie enthalten viele hochwertige Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung
  • Ihr hoher Kalium-Gehalt reguliert den Blutdruck und kann Herzinfarkten sowie Schlaganfällen vorbeugen
  • Sie können den Blutzuckerspiegel senken und bei Diabetes helfen
  • Ihr hoher Anteil an Folat (Folsäure) ist gut für Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch
  • Sie enthalten fast kein Fett

Mittlerweile erhalten Sie Süßkartoffeln das ganze Jahr über.

 

Geniessen Sie also öfter mal eine bunte Mahlzeit mit diesen Gemüsen, um sich und Ihrer Gesundheit Gutes zu tun.

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