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Switchel – das Elektrolytgetränk bei Sport und Sommerhitze


Switchel ist eine Art Limonade, die es schon lange gibt, doch als Trend wieder neu auf den Markt gekommen ist.

Früher tranken die Bauern, die auf dem Feld arbeiteten, dieses selbst zubereitete Getränk in den heißen Sommermonaten, um ihren Durst zu löschen.

Heute wird es vor allem Sportlern empfohlen. Es tut allen gut, die in der warmen Jahreszeit ihren Flüssigkeitshaushalt ebenso wie die Elektrolyte auffüllen wollen.

Zudem unterstützen die Zutaten die Verdauung, den Stoffwechsel und somit das Abnehmen.

Es handelt sich dabei um eine einfache doch clevere Mischung aus

  • Apfelessig (nicht erhitzt und naturtrüb)
  • Ahornsirup (oder andere Süße)
  • Ingwer
  • Wasser

und optional:

  • Zitronensaft
  • Meersalz oder Steinsalz
  • Fruchtsaft (Apfelsaft, Johannisbeersaft…)
  • Kräuter wie Minze oder Zitronenmelisse
  • Früchte für den Geschmack (z.B. Erdbeeren, Ananas, Zitronenschnitze, halbierte Trauben…)

Die Zutaten werden miteinander vermischt und über Nacht kalt gestellt. Am nächsten Tag wird die Limonade durch ein Sieb abgegossen und fertig ist das Sportgetränk!

Apfelessig bietet reichlich positive Wirkungen:

  • Vitalstoffreich:

Neben einigen Vitaminen sowie Eisen und Spurenelementen befinden sich im Apfelessig Kalium, Magnesium, Kalzium und Natrium. Diese wichtigen Mineralstoffe gehören zur Gruppe der Elektrolyte. Kalium ist dabei der entscheidende Mineralstoff für die Muskelkraft. Kalium reguliert den Wasserhaushalt, den Blutdruck und die Spannkraft der gesamten Muskulatur, auch der Gefäße. Der Körper braucht Kalium, um die Energiespeicher in den Muskeln – das Muskelglykogen – aufzubauen. Kaliummangel führt zu Muskelschwäche und allgemeiner Erschöpfung.

  • Hilfreich bei Wadenkrämpfen: 

Muskelkrämpfe können verschiedene Ursachen haben. Überbeanspruchung der Muskulatur,  Verkürzung einzelner Muskelfasern, eine schlechte Durchblutung,  Muskelverletzungen, aber auch Dehydration und ein Mangel der Nährstoffe Calcium, Magnesium oder Kalium. Eine Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt führt häufig zu Muskelkrämpfen. Da basische Mineralien im Apfelessig enthalten sind, können Sie 1 EL Essig auf 1 Glas Wasser unterstützend trinken.

  • Starkes Immunsystem:

Die enthaltene Apfelsäure wirkt antiviral und unterstützt das Immunsystem  zur Vorbeugung von Erkältungen

  • Bessere Verdauung:

Apfelessig verdünnt mit Wasser kurbelt den Stoffwechsel und die Verdauung an.  Dazu einfach 15 Minuten vor einer Mahlzeit ein großes Glas Wasser mit einem Esslöffel Essig trinken. Wichtig: rohen Apfelessig verwenden, der enthält noch Essigsäurebakterien, Pektine und Proteine sowie ausreichend Nährstoffe, die sich positiv auf die Verdauung auswirken.

  • Regulierung des Blutzuckerspiegels:

Zum einen wird der Heißhunger minimiert, zum anderen unterstützt Apfelessig die Aktivität der Bauchspeicheldrüse.

  • Zum Abnehmen:

Essig und insbesondere Apfelessig ist eine gute Ergänzung zum Abnehmen, da er die Fettverbrennung unterstützen kann. Natürlich funktioniert das nur in Kombination mit einer gesunden und bewussten Ernährung

  • Entgiftung:

Das Trinken von reinem Apfelessig wirkt sich positiv auf die Leber aus, die dadurch entgiftet wird. Dazu kurweise täglich einen Esslöffel Essig in einem Glas Wasser trinken, am besten nüchtern am Morgen.

  • Besserer Atem:

Ein schlechter Atem kann viele Gründe haben. Bei Bakterien in der Mundflora kann Apfelessig die eine Lösung sein. Die Essigsäuren bekämpfen die Bakterien. Nehmen Sie dafür einen Esslöffel und lösen ihn in einem zu einem Drittel gefüllten Glas Wasser auf. Anschließend mit der Mischung für etwa 20 Sekunden gurgeln.

Ahornsirup:

Ein guter Ahornsirup steckt voller Kalzium, Kalium, Mangan, Phosphor, Magnesium und Eisen. Außerdem enthält er die Vitamine B2, B5, B6, Niacin, Biotin und Folsäure. Diese Vitalstoffe sind für unseren Körper sehr wichtig, vor allem durch das Schwitzen verlieren wir viele Mineralstoffe und können ebenso wie mit dem Apfelessig diese schnell wieder auffüllen. Zudem liefert der Ahornsirup schnell verfügbare Energie.

Woran erkennt man hochwertigen Ahornsirup?

Ahornsirup gibt es in verschiedenen Farbstufungen  von hell bis dunkel, die sich in ihrer Qualität deutlich unterscheiden. Grundsätzlich gilt: je heller die Farbe des Ahornsirups desto hochwertiger ist er.

Dies hängt mit dem Zeitpunkt der Ernte zusammen. Je länger der Saft im Baum reift, desto mehr Substanzen bilden sich darin und desto dunkler wird er. Diese Substanzen sind jedoch für den menschlichen Körper nicht gut verwertbar.

Daher gibt es Güteklassen auf dem Etikett des Ahornsirup: AA ist die höchste Stufe und der Sirup mit den wenigsten unerwünschten Stoffen. Er ist extrem hell und lichtdurchlässig, allerdings kaum in Deutschland erhältlich. Dann kommen A, B und C, D. A und B sind für den Direktverzehr geeignet. C  und D werden nur noch zum Backen empfohlen.

Ingwer:

Ingwer mindert Übelkeit und verleiht dem Getränk etwas Würze. Auch er enthält Magnesium, Calcium, Natrium und Kalium, sowie viel Vitamin C. Durch seine scharfen Stoffe wirkt er anregend und gegen Müdigkeit.

Zitronensaft:

Im Grundrezept ist kein Zitronensaft drin. Ich persönlich gebe immer gerne ein paar Spritzer frisch gepresste Zitrone dazu. Denn Zitronensaft liefert jede Menge Kalium sowie weitere Mineralstoffe und wirkt basisch im Körper.

Dazu kommt jede Menge Vitamin C. Es ist an der Aufnahme von Eisen in den Körper beteiligt. Eisen wird unter anderem zum Sauerstofftransport über das Blut benötigt. Das wirkt sich auf die Leistungsbereitschaft aus. Bei einem Mangel an Vitamin C sind Schwäche, Müdigkeit und schnelle Erschöpfung die Folge.

Salz:

Wer Sport macht und viel schwitzt, scheidet nicht nur Flüssigkeit aus, sondern auch viele Mineralien, vor allem Natrium. Salz besteht hauptsächlich aus Natrium und Chlorid. Daher macht es Sinn, eine Prise hochwertiges Salz zuzugeben.

Rezept Switchel

Für eine Karaffe, die sich mehrere Tage im Kühlschrank hält:

  • 4 Tassen (960 ml Wasser)
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Ahornsirup
  • ein Stück Ingwer (ca. 2,5 cm) gerieben
  • 1 Prise bis 1/4 TL Meersalz
  1. Alle Zutaten miteinander vermischen und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
  2. Wer möchte, kann Beeren oder Obststückchen und Kräuter wie Minze  mit in die Karaffe geben und so einen feineren Geschmack erhälten.
  3. Am nächsten Tag durch ein Sieb abgießen/ streichen und in ein verschlossenes Gefäß geben. So hält sich die Switchel-Limonade mehrere Tage im Kühlschrank.
  4. Wer möchte gibt seinem Getränk etwas Fruchtsaft dazu und erhält so eine süße Switches-Schorle. Gut geeignet sind Apfelsaft und Johannisbeersaft.

Für Ausdauersportler, die nicht die Möglichkeit haben, ein Getränk mit sich zu tragen, gibt es sogenannte Energie-Gels. Ein Rezept dazu finden Sie hier: https://www.essenalablog.de/rezepte/energie-gel-fuer-den-sport-selbst-herstellen/