Zum Inhalt

Unverträglichkeiten


Seit einigen Jahren hört man immer wieder: das vertrag ich nicht, darauf reagiere ich allergisch, ich bin intolerant.

Das erste, was wir Menschen dann tun: wir meiden jene Lebensmittel, die wir nicht vertragen.

Das ist zunächst auch völlig richtig. Schließlich liefern wir uns auch nicht unseren Feinden aus, wenn sie uns verletzen oder Schlechtes tun könnten.

Doch warum werden bestimmte Lebensmitteln zu unseren „Feinden“? Ist es tatsächlich die Schuld der Nahrung? Vor allem wenn es sich dabei um natürliche Lebensmittel handelt, wie beispielsweise ein Apfel oder Kernobst.

Getreide hat der Mensch über viele Jahrzehnte gut vertragen, nachdem sich das Verdauungssystem daran evolutionär angepasst hat. Heute haben immer mehr Menschen eine Weizen-Unverträglichkeit oder Gluten-Intoleranz.

Okay, ein wichtiger Grund ist die Verarbeitung der Rohstoffe. Das Getreide-Korn wird heute nicht mehr frisch geerntet, getrocknet und gekocht zu einer nährenden Speise.

Sondern auf industriellem Weg weiterverarbeitet, geschält, gemahlen, haltbar gemacht und lange gelagert. Dann fertigen Maschinen daraus Teige, versetzt mit Enzymen und wieder weiteren Stoffen, deren Name die wenigsten kennen.

Die Umwelt an sich ist belastet von vielen Stoffen, die uns wiederum stark belasten. Doch befinden sich diese Gifte (Pestizide, Fungizide usw.) nicht nur im Essen, sondern auch in der Luft, im Wasser usw.

Beim Atmen bekommen wir in der Regel jedoch keinen allergischen Schock. Oder beim Wasser trinken.

Um zurück zu kommen auf den Apfel. Angenommen, es ist eine alte Sorte und ungespritzt. Dann sollten wir doch davon ausgehen, dass wir keine Allergie darauf entwickeln.

Wo liegt nun die Ursache, dass einige Menschen so heftig abwehrend auf ein an für sich gesundes Obst reagieren?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Stoffe, die unser Körper als Feind wertet, werden vom Immunsystem abgewehrt.

Der größte Teil unseres Immunsystems sitzt im Darm. Dort, wo die Nahrung hingelangt, nachdem sie durch den Magen vorverdaut wurde.

Eine Überreaktion des Immunsystems kommt oft zustande, wenn dieses überlastet ist.

Also wenn der Darm beispielsweise mit zu vielen Stoffen wie Zucker, Fast Food, Zusatzstoffen, aber auch einfach zu viel Nahrung aus tierischem Eiweiß, Getreide etc. „verstopft“ ist. Oder zu wenig Ballaststoffe aus Gemüse bekommt. Der Mensch permanent unter Stress steht.

Zudem bildet gerade Zucker die Ernährungs-Grundlage für schädliche Darmbakterien. In unserem Darm wohnen sehr viele Darmbakterien, die für ein gesundes Milieu zuständig sind, mithelfen bei der Verstoffwechselung unserer Nahrung usw.

Aber eben auch jene Mikroorganismen, die sich von Zucker ernähren und dabei für uns giftige Gase abgeben.

Bei einer ausgewogenen naturbelassenen Ernährung und sonstigen gesunden Lebensweise (Bewegung, Erholung, Schlaf…) pendelt sich das Darmmilieu normalerweise gut ein. Der Mensch ist gesund und hat selten Probleme mit der Verdauung seiner Nahrung.

Ist die Bakterienansiedlung jedoch erst mal so gekippt, dass die positiven Bakterien eine zu geringe Anzahl haben und von den „bösen“ verdrängt werden, führt das zu den ersten Beschwerden. Das können Blähungen, Bauchschmerzen, oder auch bereits Durchfall, Müdigkeit, Heißhunger auf Süßes und vieles mehr sein.

Dies ist nur eine kleine nicht umfassende Erklärung zu dem Beginn möglicher Unverträglichkeiten oder Verdauungsproblematiken. Es gibt da noch viel mehr zu beachten, Schäden der Darmschleimhaut, Überlastung anderer Organe wie Leber, Niere oder auch Bauchspeicheldrüse.

Doch ich möchte lieber auf die positiven Aspekte eingehen. Was wir tun können, um in ein gesundes Gleichgewicht zu kommen. Und letztlich auch wieder eine Aprikose oder Paprika vertragen zu können.

Natürlich gibt es bei jedem Mensch eine individuelle Geschichte und somit auch immer eine persönliche Heilungsmöglichkeit.

 

Hier möchte ich kurz ausschweifen:

Neulich erzählte mir eine Freundin von einer Patientin, die absolut keine Nüsse vertrug. Sie reagierte sofort allergisch darauf, wenn sie diese nur in den Mund nahm. Hatte jedoch keinerlei Probleme mit anderen Lebensmitteln oder Verdauungsbeschwerden. Auch keine Kreuzallergie, wie das oft der Fall ist. Zum Beispiel vertragen Menschen häufig keine Äpfel in der Zeit der Haselnußblüte.

Jedenfalls erzählte sie mir, dass sie nach vielen Jahren dieser Allergie ein interessantes Gespräch mit einer Psychologin führte, die nach einigem Fragen zur Kindheit eine wichtige Erinnerung hervorbrachte.

Diese Patientin hat als kleines Mädchen mal von den Nachbarn auf dem Nachhauseweg Walnüsse aufgehoben, die auf dem Gehweg lagen und freudig mit nach Hause genommen. Ihre Mutter empfang sie jedoch weniger freudig. Im Gegenteil: sie beschuldigte das Mädchen des Diebstahls, schimpfte fürchterlich mit ihr und wiederholte immer wieder: „Das darfst du nicht! Bring die Nüsse sofort zurück und entschuldige dich!“

 Nach dieser Erinnerung passierte es tatsächlich, dass die Allergie verschwand. Denn die Nüsse waren nicht gestohlen, da sie auf dem Gehweg lagen und nicht im Garten der Nachbarn. Und somit auch nicht verboten für die Frau.

 

Und dann wiederum gibt es Allergien, die eine wesentlich heftigere Reaktion des Körpers auslösen, wie einen allergischen Schock und Atemnot.

Es stellt sich immer die Frage, ob es nicht sogar richtig vom Körper ist, auf bestimmte Lebensmittel abwehrend zu reagieren. Zum Beispiel wenn das Baguette aus überzüchtetem Weizen hergestellt wurde. Oder der Mensch nicht die Milch der Kuh verträgt, die für das Kälbchen gedacht ist. Die Paprika gespritzt wurde und ohne Sonne unter einer Folie in Erde ohne Mineralstoffe zur Hälfte gereift ist, zu früh geerntet und auf langem Weg zu uns kam.

Unsere Chance, Intoleranzen zu mildern oder los zu werden, ist hoch, wenn wir ganzheitlich an die Sache ran gehen. Dazu gehört:

  1. Allergene (Gluten, Laktose, Histamin, Sorbit, Fructose oder ähnliches ) zunächst meiden
  2. eine Darmsanierung durchführen: hierfür den Darm reinigen mit bestimmten Stoffen und mit den richtigen Darmbakterien (Probiotika) neu aufbauen
  3. Verdauung fördern und einen eventuellen Magensäuremangel ausgleichen mit Bitterstoffen
  4. Vitamin-B-12 und Vitamin-B-6 zuführen. Diese Vitamine werden für den Histamin-Abbau benötigt
  5. Ausleitungsorgane unterstützen (Leber, Galle, Niere, Atmung…)
  6. Bewegung und Sport treiben
  7. eventuell fasten

Wie genau das Aussehen kann, erfahren Sie im nächsten Blogartikel oder auf Anfrage.