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Abnehmen ohne Jojo- Teil 5 – die Leber


Was hat die Leber denn mit dem Gewicht zu tun?

Also zunächst einmal ist die Leber nicht nur dafür zuständig, den Alkohol im Körper wieder abzubauen.

Entgiftung

Sie hat noch so viele wichtige Aufgaben, die Entgiftung ist nur eine davon.

Täglich treffen Stoffe in unserem Körper ein, die uns belasten. Angefangen bei Umweltgiften über chemische Zusatzstoffe bei Haushaltsreinigern, in Kosmetika und zuletzt bei all den Dingen, die wir so essen und trinken. Lebensmittel enthalten oft Zusatzstoffe oder Spritzmittel, die für den Körper ungesund sind. Viren und Bakterien sowie deren Abfallprodukte (auch die Stoffwechselgase der schlechten Darmbakterien) müssen von der Leber mit entsorgt werden.

Hinzu kommen synthetische Hormone wie in der Pille oder allgemein Medikamente, die ebenfalls von der Leber abgebaut werden müssen.

Das Gift für die Leber ist bereits die Maßlosigkeit. Zu viel Alkohol, zu viel Essen, zu viel Fett und Zucker, zu viel Stress und Sorgen, zu viel Nikotin, usw.

Fazit: Ist der Körper und somit die Leber überlastet, funktionieren alle Stoffwechselvorgänge nicht mehr richtig. Der Darm hat mehr zu tun mit der Ausleitung von Abfallstoffen, die Fettverdauung funktioniert verlangsamt, da die Leber nicht mehr ausreichend Gallensäure produziert. Der Blutzuckerspiegel und die Insulinproduktion  geraten aus der Norm. All das führt mit zu Übergewicht bzw. führt Übergewicht zu Symptomen wie Insulinresistenz, Fettleber, Bluthochdruck, hormonelle Störungen und vieles mehr.

Weitere Aufgaben der Leber sind:

  • Beteiligung an der Blutzuckerkontrolle
  • Herstellung und Abbau von Hormonen und wichtigen Eiweißen
  • Herstellung von Cholesterin und Gallensäuren
  • Abbau und Umbau von Stoffwechselprodukten
  • Speicherung von Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen und Eisen
  • Unterstützung des Immunsystems

Symptome

woran merke ich, dass meine Leber krank ist?

Die Leber schmerzt nicht. Erst wenn sie so stark vergrößert bzw. verfettet ist, dass der Druck auf das sie umgebende Bauchfell Schmerzen auslöst.

Daher sind Symptome der kranken Leber recht unspezifisch.

  • Völlegefühl, Druck im rechten Oberbauch
  • Blähungen, Verdauungsprobleme
  • Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit
    • Es heißt: Die Müdigkeit ist der Schmerz der Leber!
  • Übelkeit, Appetitlosigkeit
  • Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln, insbesondere fetthaltige

Positive Nachricht: Die Fettleber ist in der Regel reversibel, das heißt, sie kann durch entsprechende Maßnahmen wieder  regenerieren und in eine gesunde Leber zurück gebildet werden. Erst wenn sich eine fortgeschrittene Lebererkrankung gebildet hat, kann die Leber auf Dauer zerstört werden.

Maßnahmen für eine gesunde Leber:

  • kein Alkohol trinken
  • kein Zucker in Form von Haushaltszucker und keine damit gesüßten Produkte verzehren
  • keine unnötigen Medikamente einnehmen
  • keine Fertig-Lebensmittel verzehren (Fast Food, Softdrinks etc.)
  • Stress, Ängste, Sorgen und emotionale Belastungen meiden, sie beeinträchtigen die Leber enorm („mir ist eine Laus über die Leber gelaufen“, „Gift und Galle spucken“)
    • dafür tägliche Spaziergänge, Bewegung, Stressabbau und positive Gedankenhygiene betreiben
  • möglichst giftfreie Körperpflegeprodukte und biologische Haushaltsreiniger verwenden

und

  • ausreichend Wasser trinken (2 bis 3 Liter möglichst kohlensäurefreies Wasser pro Tag)
  • viel frisches Gemüse und Obst in den Speiseplan integrieren, siehe basenüberschüssige Ernährung
    • Brokkoli enthält Glucosinolate, die der Leber gegen bestimmte Gifte helfen. Der Stoff steckt unter anderem ebenfalls in Rettich und Radieschen. (Brokkoli wir vor allem bei Akne empfohlen)
    • Walnüsse helfen unter anderem mit Zink und Omega-3-Fettsäuren, die Leber gesund zu halten.
    • Sellerie regt die Gallenproduktion an, enthält wichtige Mineralsalze
    • Beeren enthalten Antioxidanzien und sind sehr zuckerarm, möglichst täglich verzehren
    • Bananen sind gut für die Leber, da sie wertvolle und gut zu verwertende Glukose enthalten
  • Essenspausen einführen, wenn möglich Intervallfasten
  • 50 % weniger Fett essen, vormittags ganz auf Fett verzichten (unterstützt die Entgiftung) und erst am Abend Mahlzeiten mit gesunden Fetten zu dir nehmen
  • Bitterstoffe zuführen, die die Verdauungskraft unterstützen und den Heißhunger auf Süßigkeiten lindern, z.B. Artischocke, Chicorée, Löwenzahn, Schafgarbe, Rucola
  • Kurkuma als Gewürz oder Tee/ goldene Milch in den Speiseplan einbauen. Kurkuma fördert die Regenerationsfähigkeit der Leber
  • Den Darm sanieren, ballaststoffreich essen und die Entgiftung von Darm sowie Leber mit einer absorbierenden Mineralerde unterstützen (z.B. mit Bentonit oder Zeolith, mehr dazuund genaue Anleitung auf Anfrage)
  • auf die Zufuhr von hochwertigen Aminosäuren achten, die der Leber bei ihren Funktionen helfen, z.B. Whey Protein oder Bio-Eier; leberaktive Substanzen wie Cholin und Taurin supplementieren
  • Mariendistelpräparate einnehmen, die Mariendistel enthält Wirkstoffe, die der Leber bei der Entgiftung helfen und die Regeneration des beschädigten Lebergewebes fördern
  • einen Leberwickel machen
  • gesunde Fette (Omega-3, Kokosöl) verwenden

Anleitung Leberwickel:

Ein richtig durchgeführter Leberwickel verbessert die Durchblutung der Leber um bis zu 40 Prozent. Zusammen mit der liegenden Position, in der Leberwickel angewandt wird, kommt es zu einer

  • optimalen Unterstützung der Entgiftung,
  • Förderung der Durchblutung der gesamten Bauchregion,
  • Vorbeugung gegen Darmkrämpfe,
  • Maßnahme gegen Verstopfung und Durchfall.

Anwendung des Leberwickels

Für den Leberwickel benötigt man eine Wärmeflasche sowie ein, zwei Tücher (Hand- oder Leinentuch). Dann geht man folgendermaßen vor:

  • die Wärmflasche mit heißem Wasser flach auffüllen,
  • die Luft vor dem Verschließen herauspressen,
  • ein Drittel eines Tuches mit warmem Wasser befeuchten,
  • das Tuch dann zusammenfalten, sodass die gefüllte Wärmflasche zwischen trockenen Bereichen liegt,
  • anschließend legt man sich bequem auf den Rücken,
  • die in das Tuch eingewickelte Wärmflasche sollte mit der feuchten Tuchseite auf die obere Region des Bauches unterhalb des rechten Rippenbogens platziert werden.
  • In dieser Position entspannt man sich nun 15 bis 20 Minuten.

Die beste Uhrzeit für den Leberwickel ist zwischen 12 und 14 Uhr (z.B. nach einem kleinen Mittagessen) oder vor dem Schlafen.

Unterstützend kannst du einen leberreinigenden Tee trinken, die Zutaten gibt es in der Apotheke. Oder du besorgst dir eine Leber-Tee-Mischung im Reformhaus oder Drogeriemarkt.

  • 20 g Artischockenblätter, 20 g Fenchel, 10 g Schafgarbe, 5 g Kalmuswurzel, 2 g Schöllkraut und 2 g Ringelblume mischen. 2 gehäufte Teelöffel der getrockneten Heilpflanzen (Apotheke) mit einer Tasse heißem Wasser aufbrühen.
  • Zugedeckt 7 Minuten ziehen lassen. Abseihen.
  • Jeden Tag vor dem Essen zwei bis drei Tassen Tee trinken.