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Cannabis im Salat? Hanf als gesundes Lebensmittel


Hanf ist seit sehr langer Zeit eine wertvolle Nutzpflanze. Früher wurde aus ihren Fasern Segelstoff und Taue für die Schifffahrt gemacht, später Kleidung. Doch auch schon vor mehr als 3000 Jahren war bekannt, dass die Samen der Hanfpflanze ein gesundes Nahrungsmittel sind.

Heute möchte man einen Wirkstoff, das CBD bzw. Cannabidiol aus der Hanfpflanze noch mehr zu medizinischen und therapeutischen Zwecken einsetzen. Da aus der Hanfpflanze ebenfalls das Rauschmittel THC extrahiert wird, gibt es jedoch viele Kritiker.

Was es mit den unterschiedlichen Hanfprodukten auf sich hat, darüber möchte ich ein wenig aufklären.

CBD-Öl, Cannabidiol

Cannabidiol ist ein sehr interessanter Wirkstoff, der aus den Blüten der Hanfpflanze (Hanf lateinisch: Cannabis) gewonnen wird. Er wird mit hochwertigem Öl verdünnt und kann äußerlich aufgetragen oder tropfenweise eingenommen werden.

Ähnlich wie Marihuana (die Bezeichnung steht für die Kreuzung aus weiblicher = Maria und männlicher = Juan Pflanze) ist der Wirkstoff ein Phyto-Cannabinoid. Doch das CBD-Öl wird aus anderen Hanfpflanzen hergestellt und wirkt nicht psycho-aktiv. CBD-Öl hat somit keine berauschende Wirkung und ist keine Droge.

CBD hat eine schmerzlindernde Wirkung und wird bei Rheuma, Fibromyalgie, Arthritis sowie in der alternativen Krebstherapie eingesetzt.

Zudem hat die Medizin große Erfolge sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen erzielt, die an Epilepsie leiden. Da CBD entkrampfend wirkt, hilft es ebenso bei Verspannungen, Schlafproblemen und psychischen Problemen wie Depressionen.

CBD-Produkte sollte man ausschließlich in Apothekenqualität wählen. Zumindest sollte der Hersteller den Kriterien der „Good Manufacturing Practice“ (GMP, 9) folgen und möglichst Bioqualität gewährleisten.

Hanföl:

Hanföl gehört zu den Lebensmitteln und wird aus den Samen der Hanfpflanze schonend und kalt gepresst. Dieses im Handel erhältliche Hanföl hat einen sehr hohen Gesundheitswert und vor allem keinerlei berauschende Wirkung.

Es enthält viel Beta-Carotin und das Antioxidans Vitamin E.

Besonders hervorzuheben sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie das nahezu perfekte Fettsäureprofil.

Die lebenswichtigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren liegen im Hanföl im optimalen Verhältnis von eins zu drei vor.

Das Hanföl unterstützt durch seine einzigartige Zusammensetzung der essentiellen Fettsäuren u.a. die Zellerneuerung, stabilisiert den Lipid- und Hormonhaushalt, steigert die Leistungsfähigkeit und stärkt das Immunsystem.

Auch findet sich im Hanföl die seltene und entzündungshemmende Gamma-Linolen-Säure, so dass sich Hanföl nicht nur als feines Speiseöl eignet, sondern auch die Haut pflegt, ganz besonders bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.

Mit seinem leicht nussigen Aroma passt Hanföl hervorragend zu Salaten, Rohkost und kalten Speisen oder zu Dips, Soßen und Aufstrichen.

Es darf auch zu warmen Speisen gegeben werden, sollte jedoch nicht hoch erhitzt oder zum Braten und Frittieren verwendet werden.

Hanfsamen:

Die Samen oder auch Nüsse der Hanfpflanze galten schon in antiken Kulturen als wichtiges Grundnahrungsmittel.

Neben zahlreichen Antioxidantien stecken B-Vitamine in den kleinen Samen, vor allem das seltene B2. Dieses spielt unter anderem beim Muskelaufbau, bei der Bildung der Stresshormone, für die Schilddrüse, die Augen und die Sehschärfe sowie in der Hautpflege eine wichtige Rolle.

Wie beim Hanföl erwähnt sind die gesundheitlich wertvollen Fettsäuren enthalten.

Hanfnüsschen sind außerdem wahre Proteinbomben. Sie liefern alle wichtige Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht eigenständig produzieren kann und steigern dadurch den Neubau und die Reparatur von Zellen und verringern die Anfälligkeit von Krankheiten.

Vor allem für Sportler ein Gewinn beim Muskelaufbau und deren Regeneration.

Hanfsamen enthalten verschiedene Mineralien und Spurenelemente wie Zink, Eisen, Magnesium, Calcium und Phosphor, verdauungsfördernde Ballaststoffe, Antioxidantien, Chlorophyll und immun unterstützende sekundäre Pflanzenstoffe.

Die Samen finden ihre Platz in Salat, Müsli oder Suppen und schmecken dabei angenehm nussig. Es gibt sie ungeschält und geschält zu kaufen.

Hanfproteinpulver:

Das Hanfsamen-Protein-Pulver ist ein roh hergestelltes und natürliches Proteinpulver. Es wird aus entfetteten Hanfsamen hergestellt bzw. aus den für die Ölgewinnung entölten Samen.

Das Hanfprotein liefert ein optimales Aminosäureprofil (Mischungsverhältnis der essentiellen Aminosäuren zueinander),  das dazu in hoher Bioverfügbarkeit vorliegt, also für den Mensch leicht verdaulich und schnell verwertbar.

Die enthaltende Gamma-Linolensäure (GLA) hilft den LDL-Cholesterinspiegel zu senken und gleichzeitig den gesunden HDL-Cholesterinspiegel zu erhöhen. Die Gamma-Linolensäure (GLA) ist Bestandteil der Omega-6-Fettsäure und verhindert die Verklumpung von Blutplättchen zu Blutgerinnseln, welche eine Verstopfung kleiner Arterien nach sich führt. Somit kann das GLA zusätzlich das Risiko eines Herzinfarktes sowie eines Schlaganfalles drastisch senken.

Hanf-Protein-Pulver kann gut in Shakes, Smoothies, Säfte und Protein-Drinks beigemengt werden. Das Hanf-Protein-Pulver ist frei von Gluten und ist somit optimal für eine glutenfreie Ernährung geeignet.

Hanftee:

Bereits um 3.000 v. Chr. war Tee aus den Blättern der Cannabispflanze in Asien bekannt und geschätzt aufgrund seiner heilenden Wirkung. Von dort aus verbreitete sich Hanftee auch in allen anderen Regionen der Welt.
Die Wirkung von Hanftee ist abhängig von der Art der Zubereitung und reicht von beruhigend und entspannend bis hin zu anregend und belebend. Der Tee wird aus THC-armen Blättern gewonnen und hat somit keine berauschende Wirkung.
  • wirkt entspannend und beruhigend
  • stärkt das Immunsystem
  • kräftigt die Verdauungswege
  • wirkt krampflösend
  • wirkt stimmungsaufhellend

Es lohnt sich in jedem Fall, Hanf in seine Ernährung zu integrieren. Es reichen 2-3 Löffel am Tag, um die eigene Gesundheit mit diesem Superfood zu unterstützen.