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Kimchi – fermentierter würziger Chinakohl


Kimchi kommt traditionell aus Korea. Das dortige Nationalgericht wird aus Chinakohl, Rettich, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, roter Chili und Fischsoße zubereitet. Das Gemüse wird fermentiert (milchsauer vergoren) und dient als Vitamin-C-Speicher für den Winter.

10 MIN Vorbereitungszeit
10 MIN Zubereitungszeit
Schwierigkeit
  • 1 Chinakohl (ca. 800 g)
  • 40-50 g Salz
  • 2-3 Frühlinszwiebeln
  • 1 weißer Rettich (ca. 400 g)
    • Alternativ: 4 Karotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Ingwer (bis zu 2 daumengroße Stück)
  • 4 EL Fischsauce (Alternativ Sojasauce)
  • 1-2 EL Chili-Flocken
  • 1 EL Zucker 

  1. Den unteren Teil des Chinakohls mit dem Strunk komplett längs durchschneiden, den oberen Teil ganz lassen. Jetzt beide Hälften vorsichtig auseinanderziehen, so bleiben die Blätter weitgehend erhalten. Bei beiden Hälften jetzt das untere Drittel nochmals längs teilen und ebenfalls auseinanderziehen.
  2. Einen Behälter, der den Chinakohl gerade aufnehmen kann, bereitstellen. Mit kaltem Wasser füllen und die Viertel hineintunken, bis sie komplett benetzt sind. Herausnehmen und zwischen die Blätter großzügig das Salz streuen bzw. leicht damit einreiben. Zum Strunk hin mehr Salz verwenden. Wieder in den leeren Behälter legen und 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen, dabei alle 30 Minuten wenden.
  3. In der Zwischenzeit die Kimchi-Paste zubereiten. Dazu den Rettich schälen und in feine Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen, längs vierteln, dann in 3 Zentimeter lange Stücke schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.
  4. Alles zusammen mit den Chiliflocken, der Fischsauce und dem Zucker in einer Schüssel sehr gründlich vermischen, dabei immer wieder fest mit der Hand zerdrücken (am besten Küchenhandschuhe anziehen), damit es möglichst weich wird. Zum Schluss sollte eine dunkelrote Masse entstehen, deren einzelne Bestandteile nicht mehr klar erkennbar sind.
  5. Wenn die Blätter des Chinakohls weich und biegsam sind, mit dem Füllen beginnen. Dazu erst den Kohl gründlich abwaschen und 5 Minuten in kaltem Wasser wässern, um das Salz zu entfernen.
  6. Die Viertel mit der Außenseite auf die Arbeitsfläche legen und alle Blätter bis auf das unterste anheben. Dieses Blatt mit der Kimchi-Paste bestreichen. Mit dem nächsten Blatt zudecken und dieses ebenfalls bestreichen. So nach und nach alle Blätter bestreichen, Restmengen auf dem Chinakohl verteilen.
  7. Den Chinakohl in eine verschließbare Plastiktüte oder einen luftdichten Behälter packen und bei Raumtemperatur aufbewahren. Nach 1–2 Tagen beginnt die Fermentation. Es bilden sich kleine Bläschen auf der Oberfläche. Der Kimchi entwickelt jetzt einen starken Geruch, also am besten gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Er ist in jedem Stadium essbar, es hängt vom persönlichen Geschmack ab.
  8. Frisch schmeckt er besonders gut, wenn man ihn mit etwas geröstetem Sesam bestreut und ein paar Tropfen dunkles Sesamöl darübergibt.

Wie alle Kohlsorten enthält Chinakohl viele Vitamine, darunter Vitamin C, B-Vitamine und Folsäure. In hundert Gramm des Wintergemüses stecken 25 Milligramm Vitamin C, was einem Viertel der empfohlenen Tagesdosis entspricht. Wer sein Immunsystem in der kalten Jahreszeit mithilfe von Vitaminen stärken will, trifft mit Chinakohl die richtige Wahl. Die im Wintergemüse enthaltenen B-Vitamine sind für die Funktionsfähigkeit von Nerven, Haut, Haaren und Blut essenziell.

Und auch für Schwangere ist Chinakohl gesund. Grund: In dem Gemüse ist Folsäure enthalten, ein Vitamin, das für die Entwicklung des Embryos im Mutterleib ausschlaggebend ist.

Kein Fett, aber viele Vitamine. Das koreanische Gericht enthält nicht nur Vitamin A und Vitamin B-Komplexe, sondern auch besonders viel Vitamin C. Außerdem stecken noch Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen im Gesundmacher, die Nerven, Haut und Haare stärken. Besonders gesund sind die enthaltene Folsäure und die Senföle, da sie antibakteriell wirken und freie Radikale bekämpfen.

 

Durch die Fermentation wirkt Kimchi probiotisch. Es liefert unserem Darm gesunde Bakterien, die für unser Verdauungssystem enorm wichtig sind und unser Immunsystem aufbauen.