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Säure-Basen-Haushalt Teil 1 – krank durch schlechte Ernährung und Stress


Vielleicht haben Sie schon mal davon gehört:

  • „Übersäuerung ist die Ursache vieler Krankheiten“
  • „Basenfasten“ zur Reinigung des Organismus
  • „Keine Krankheit kann in basischem Milieu existieren, nicht einmal Krebs“ (Otto Warburg, Medizin-Nobelpreis, 1931) *

Was genau ist damit gemeint?

Der Säure-Basen-Haushalt beschreibt ein Regulationssystem im menschlichen Körper. So wie der Temperaturhaushalt, der dafür sorgt, dass unsere Körpertemperatur stets relativ gleich bei ca. 37° C bleibt. Selbst in der Wüste sollten wir die 42 ° C nicht übersteigen und bei arktischer Kälte nicht unter 33° C Körpertemperatur fallen. Denn sonst würden wir sterben.

Ähnlich verhält es sich mit unserem Blut. Der pH-Wert muss immer relativ gleich bei 7,35 bis 7,45 gehalten werden. 7 ist pH-neutral, unter 7 ist sauer und 7 – 14 ist basisch. Wobei sowohl extrem sauer als auch extrem basisch ätzend wirken.

* die Aussage von Warburg sollte erweitert werden auf Blut und Zellen. Denn jedes Organ hat ein eigenes Optimum des pH-Wertes. Der Magen zum Beispiel ist sehr sauer, denn die dort produzierte Magensäure wird benötigt, um mit der Nahrung eintreffende Krankheitserreger wie Viren und Bakterien, aber auch Umweltgifte usw. zu vernichten. 

Blut und Zellen sollten jedoch immer im leicht basischen Bereich liegen!

Um das zu erreichen, gibt es viele Regulations-Funktionen im Körper.

Massnahmen zur Säure-Ausleitung

  • Wir atmen Säuren über die Lungen aus

Kohlensäure beispielsweise wird in Form von Kohlendioxid über die Lungen ausgeatmet.

Sie können mit einer tiefen und bewussten Atmung (wie zum Beispiel im Yoga) diese Entsäuerung unterstützen. Wer unter Stress steht, atmet oft hektisch und flach. Was wiederum dazu führt, dass der Körper seine Kohlensäure nicht los wird und gleichzeitig weniger Sauerstoff aufnimmt.

  • Die Nieren sind die Spezialisten in Sachen Säureausscheidung

Der Großteil aller Gifte und Stoffwechsel-Abfallprodukte, wozu insbesondere die Säuren gehören, gelangt in die Nieren und wartet dort auf seine Ausscheidung mit dem Urin.

Das wichtigste für gesunde Nieren sind ausreichend stilles Wasser zu trinken. Unterstützend kann man frisch gepresste Zitrone zugeben oder basischen Kräutertee bzw. Brennesseltee trinken.

Aus diesem Grund lässt sich eine Übersäuerung bzw. die Säure-Ausscheidungsfähigkeit des Körpers mit Hilfe von pH-Wert-Messungen des Urins sehr gut feststellen. (Näheres dazu gerne auf Anfrage)

  • Säure-Ausleitung über die Haut

Die Haut fast aller Menschen weist einen sauren pH-Wert auf. Das liegt daran, dass wir über den Schweiß ständig und natürlicherweise Säuren ausleiten. Somit können wir mittels moderatem Sport oder Sauna-Gängen die Entsäuerung weiter unterstützen.

Übertriebener Sport hingegen verursacht Säuren (Milchsäure, Salzsäure…) und Stress im Körper.

Zusätzlich empfiehlt es sich, mit Basenbädern die Entsäuerung zu unterstützen. Es gibt diverse Produkte, die hauptsächlich aus Natriumhydrogencarbonat bestehen. Also Natron. Hochwertigere Produkte beinhalten zusätzliche Mineralien und oft Meersalz sowie Edelsteine.

Wer zu Besenreisern, Neurodermitis oder Juckreiz der Haut neigt, sollte ein Basenbad wählen, das auch Silizium enthält.

Bei Hornhaut lohnt es sich öfter ein Fußbad mit Basenpulver zu machen.

 

  • Frauen leiten Säuren bei der Monatsblutung aus

Je mehr Säuren im Körper anfallen, desto stärker und länger kann daher die Blutung sein. Wer Probleme bei der Periode hat, Schmerzen, Brustspannen usw. kann mit einer Ernährungsumstellung schon einiges erreichen. Um die Hormone wieder in Balance zu bringen, gilt es als erstes den Stress zu reduzieren.

  • Säureausleitung mit Hilfe von basischen Mineralstoffen

Alle Säuren, die nicht abgeatmet, ausgeschwitzt oder über den Urin ausgeweitet werden können, muss der Körper anderweitig wegschaffen. Sonst würden sie nach und nach die Zellen des gesamten Körpers, insbesondere die der Nieren schädigen.

Also werden die ätzenden Säuren mit Hilfe von basischen Mineralstoffen in Salze umgewandelt und so neutralisiert.

Die dazu benötigten basischen Mineralstoffe werden der Nahrung entnommen. Essen wir nicht ausreichend basische Lebensmittel, werden die Mineralstoffe aus diversen Körperregionen entnommen. Zum Beispiel aus dem Haarboden, den Blutgefäßwänden, dem Bindegewebe, Sehnen  und Bändern oder den Knochen und Zähnen. (mehr dazu in Teil 2)

Folgen einer Übersäuerung

Treffen zu viele Säuren in unserem Körper ein, sind die Ausleitungsorgane Haut, Niere, Darm und Lunge irgendwann überlastet.

Hautprobleme

Es kommt zu Hautproblemen wie unreiner Haut, Akne, Cellulite, vermehrtem Schwitzen, Neurodermitis, Schuppen oder Schuppenflechte oder einfach Hautalterung.

Die Säuren, die mit Hilfe von basischen Mineralien neutralisiert und zu Salzen verbunden werden, können oft nicht ausgeschieden werden.

Das führt zu dazu, dass diese Salze, auch Schlacken genannt, im Körper an den unterschiedlichsten Stellen abgelagert werden. Zwar sind diese nicht mehr ätzend und so schädlich, wie die Säuren an sich.

Doch sie verursachen andere Probleme:

Gewichtszunahme

Ein Teil der Säuren kann weder ausgeschieden noch neutralisiert werden. Der Körper muss sie deshalb- trotz ätzender Wirkung – einlagern. Um das empfindliche Zellgewebe jedoch nicht zu schädigen, werden die Säuren mit sehr viel Wasser verdünnt. Es kommt somit zu Wassereinlagerungen im Körper.

Aber auch Fettzellen werden aufgebaut, um Gewebe und Organe vor den abgelagerten ätzenden Säuren zu schützen.

Zusätzlich sind die fettverbrennenden Enzyme in einem übersäuertem Milieu nur noch bedingt aktiv. Der Fettstoffwechsel ist verlangsamt und es kommt zur Gewichtszunahme.

Bluthochdruck oder Herzinfarkt

Wenn der pH-Wert des Blutes sinkt, wird das Blut zähfliessender. Die roten Blutkörperchen versteifen sich, bilden teilweise sogenannte „Geldrollen“ oder verklumpen miteinander. (Dies lässt sich mit der Dunkelfeldmikroskopie nachweisen, z.B. hier: https://www.heilpraktiker-zinburg.de)

Dadurch wird weniger Sauerstoff transportiert. Es kann zu Blutgerinnseln und Ablagerungen an den Blutgefäßwändern kommen.

Damit die Blutversorgung dennoch funktioniert und bis in die kleinsten Kapillaren gewährleistet ist., muss das Herz stärker pumpen und den Blutdruck erhöhen.

Kommt es zu einer Minderdurchblutung im Gehirn, besteht die Gefahr eines Schlaganfalls.

 

Gicht

Harnsäure entsteht bei der Verstoffwechselung von Fleisch und Fleischprodukten wie Wurst. Wird Harnsäure neutralisiert, entstehen Harnsäurekristalle. Diese lagern sich in den Gelenken ab. Eine der bekanntesten Folgen einer starken Übersäuerung entsteht: Die Gicht.

Nierensteine

Getreide enthält viel Schwefel und Phosphor. Daraus entstehen Schwefel- und Phosphorsäuren.

Wenn basische Calciumverbindungen nun die Säuren neutralisieren, entstehen weisse Kristalle, die sich in den Nieren ablagern könne. Sogenannte Nierensteine.

Haarausfall

Der Haarboden ist eines der körpereigenen Mineralstoffdepots.

Bei säureüberschüssiger Ernährungs- und Lebensweise steigt der Bedarf an basischen Mineralstoffen und trifft nicht genug davon mit der Ernährung ein, werden die Mineralstoffe aus dem Haarboden geborgt. Nur leider oft nicht zurückgegebenen, es sei denn man füllt die Basen im Körper auf.

Nun fehlen den Haarwurzeln die Mineralstoffe und es werden zusätzlich die neutralisierten Säuren als Salze im Haarboden abgelagert.

Die Durchblutung der Kopfhaut wird schlechter und es kommt zu Haarausfall.

Rheuma

Auch die Gelenke sind äusserst beliebte Ablage-Orte für die Salze aus Säuren und Basen. Diese Schlacken führen dort zu Entzündungen, was wiederum zu Arthrose oder rheumatischen Erkrankungen führt.

Osteoporose

Bei der Osteoporose nimmt die Knochendichte kontinuierlich ab und die Knochen werden brüchig. Vor allem das Calcium wird entnommen, wenn ein Mangel durch die falsche Ernährung herrscht.

Augenkrankheiten

Neutralisierte Säuren lagern sich gern in der Linse, der Netzhaut und den Augenmuskeln ab oder verstopfen die feinen Blutgefässe, die das Auge ernähren sollen.

Auf diese Weise kommt es zu Durchblutungsstörungen. Schlechteres Sehen kann also auch Folge einer Übersäuerung sein und mithilfe basischer Ernährung und etwas Augentraining lässt sich oft die Brille vermeiden.

Langfristig kann ein Grauer Star (Linsentrübung) als Folge entstehen.

Sodbrennen

Sodbrennen kann schnell ausgelöst werden, wenn wir unseren Magen überlasten. Mit hektischem Essen und mangelhaftem Kauen, zu scharf oder zu heißen Speisen, zu viel Zucker, zu viel Fett oder anderes zu viel.

Sodbrennen kann jedoch auch durch eine Übersäuerung kommen. Der Magen produziert bei Eintreffen von Nahrung nicht nur Magensäure, sondern auch eine starke Base, das Natriumhydrogencarbonat. Dieses schützt die Magenschleimhaut vor Verätzungen der starken Magensäure.

Wenn der Körper nun aufgrund seiner Übersäuerung einen besonders hohen Bedarf an basischen Verbindungen hat, produziert er meist mehr Natron im Magen. Das hat zur Folge, dass zwangsläufig auch mehr Salzsäure (Magensäure) gebildet wird.

Das Ergebnis ist eine Übersäuerung des Magens, die sich zunächst als Sodbrennen bemerkbar macht.

Im weiteren Verlauf kann sich die Magenschleimhaut entzünden und längerfristig ein Magengeschwür entstehen.

Im zweiten Teil geht es darum, was für unseren Stoffwechsel Säuren sind und wo wir ausreichend Basen herbekommen.